Tragfähiger Kompromiss zwischen Denkmalschutz und Wohnqualität

Historisch, aber zeitgemäß
Wohnraum ist heute vielerorts schwer zu finden. Wo auch Bauland Mangelware ist, erweist sich ein Dachgeschossausbau oder eine Aufstockung als Maßnahme der Wahl. Steht ein Gebäude unter Denkmalschutz, ist eine Aufstockung in der Regel nicht möglich. Allerdings lässt sich auch hier durch einen Dachausbau neuer Wohnraum schaffen.

Aufsparrendämmung genehmigt
So auch bei einem Mehrfamilienhaus in Hersbruck, das zwischen 1840 und 1870 gebaut worden war. Beim Ausbau der beiden Dachgeschosse musste der Eigentümer den Denkmalschutz und einen Brandschutzbeauftragten mit ins Boot holen, da das Haus in die Gebäudeklasse 4 eingestuft ist.

Besitzer blieb bei bewährter Kombination
Der Bauherr entschied sich für LINITHERM PAL N+F Aufsparrendämmung, λD 0,022 (WLS 023) bei sehr gutem U-Wert und niedrigem Bauteilquerschnitt. Mit der zum System gehörenden L+D-Folie lässt sich sauber und schnell die luftdichte Ebene unter der Dämmung herstellen.
Hinzu kommt, dass sich der PU-Dämmstoff problemlos mit üblichen Holzbearbeitungswerkzeugen zuschneiden lässt und dass man die mit einem Nut- und Federsystem versehenen Plattenabschnitte an Kehlen einfach wenden und auf der anderen Seite weiterverlegen kann.

Beides Verarbeitungsqualitäten, die in Hersbruck durchaus ins Gewicht fielen: Zum einen hatte man es bei dem in einer Kurve liegenden Haus mit einem asymmetrischen Dach zu tun, musste also am Dachrand viele Platten im Winkel zuschneiden. Zum anderen befindet sich auf der vorderen Traufseite des Hauses ein Dacherker mit Satteldach. Am Schnittpunkt mit der Hautpdachfläche gibt es zwei Kehlen, an denen man die Dämmplatten wenden musste.
"Ins Gewicht" fällt bei einem Altbau auch die geringe Rohdichte von PU-Hartschaum (33 kg/m³). Sie führt zu leichten Dämmelementen, die nicht nur gut zu transportieren und zu verlegen sind, sondern die historische Konstruktion auch weniger belasten als schwerere Dämmstoffe.

Viel Komfort bei schlankem Querschnitt
Da es bei Sanierungen unter Denkmalschutz immer auch darum geht, die Proportionen des bestehenden Dachs möglichst zu erhalten, sind der Dämmstärke in der Regel enge Grenzen gesetzt. Denkmalgeschützte Gebäude müssen deshalb auch nach der Sanierung nicht den Anforderungen der EnEV entsprechen. Andererseits stellt sich bei bewohnten Gebäuden immer die Frage nach dem Wohnkomfort.
In Hersbruck hatte das Denkmalamt zwar keine Maximalstärke für die Dämmung vorgegeben, aber durch das historische Erscheinungsbild war man dennoch limitiert: Nur mit einem schlanken Dachaufbau ließ sich der Traufanschluss auf der Vorderseite des Hauses so gestalten, dass die Veränderung nicht ins Auge fiel.
Unter den Dämmelementen befindet sich die L+D-Folie als luftdichte Ebene, so dass man auch bauphysikalisch auf der sicheren Seite ist.
Unter den gegebenen Umständen kam die Effizienz des PU-Dämmstoffs optimal zum Tragen: Die 120 mm starke Dämmung, ermöglicht nicht nur einen schlanken Dachaufbau, sondern auch ein komfortables Raumklima in den neuen Wohnungen. Die LINITHERM PAL N+F Dämmelemente bieten in dieser Stärke schon für sich allein genommen einen U-Wert von 0,18 W/m²K und – bei der steilen Dachneigung besonders wichtig – einen wirkungsvollen sommerlichen Wärmeschutz.

Größere Gauben waren tabu
In Hersbruck befanden sich vor der Sanierung schlichte Schleppgauben auf dem Hausdach, und genau solche Schleppgauben schrieb der Denkmalschutz auch für den Dachausbau vor.
Als Vorteil erwies sich aber auch hier die hohe Effizienz des Dämmstoffs: Die Gauben bestehen aus mit PU gedämmten und beidseitig mit Holzwerkstoffplatten beplankten Sandwichelementen und verbinden eine hohe Dämmwirkung mit schlankem Bauteilquerschnitt.
Damit sorgen die Gauben als passende Ergänzung zum effizient gedämmten Dach für eine hohe Wohnqualität, ohne von der Optik der historischen Vorläufer abzuweichen. Die Breite der Gauben war auf eine Sparrenlage limitiert, Auswechslungen für breitere Gauben waren also tabu.

Vorfertigung ermöglicht schnelle Montage
Die Montage der Gauben war denkbar einfach: Die Bauteile wurden von Linzmeier geplant, vorgefertigt und geliefert, dort zur fertigen Gaube zusammengesetzt, und mit dem Kran aufs Dach gehoben. Prinzipiell ist auch ein Zusammenbau auf dem Dach möglich.
Auf dem Dach wurden die Gauben passgenau auf ein Lagerholz aufgesetzt, das auf den Sparren befestigt worden war. Die L+D-Folie verläuft unter diesem Auflagerholz. Nach der Montage wurde sie von innen mit den Gaubenwänden verklebt, um den luftdichten Anschluss herzustellen.

Fazit
Bei der Sanierung des Wohnhauses in Hersbruck wird deutlich, wie sich unter Verwendung eines effizienten Dämmstoffs ein guter Kompromiss zwischen Denkmalschutzvorgaben und Wohnqualität erzielen lässt. So lässt sich auch in einem alten Stadtkern zusätzlicher Wohnraum durch einen Dachausbau schaffen, ohne dem historischen Stadtbild zu schaden. Dies durchaus in hoher Wohnqualität.

Text: Dr. Joachim Mohr, presse für profis, Tübingen
Fotos: Linzmeier

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Weitere Informationen zu den verwendeten Produkten:
Dachdämmung LINITHERM PAL N+F





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