Neuausrichtung

LINIT

Eines der Leuchtturmprojekte war die Heilbronner Experimenta im Jahr 2018 mit den vielen dreieckigen Paneelen.

Marke LINIT wird neu ausgerichtet

1962 wurde die Marke LINIT geboren. Anfänglich wurden Zuschnitte und Materialien für die Erstellung von Kaltfassaden gefertigt und geliefert. Im Lauf der Jahre verschob sich der Fokus dieser Produktsparte in Richtung der Herstellung von Verbundelementen für Fassaden. Der Produktionsstart läutete damals die Transformation des Zimmereibetriebs zum Industrieunternehmen ein.

LINIT traf den Zahn der Zeit: Die rege Bautätigkeit in den 1960er und 1970er-Jahren brachte viele neue architektonische Ideen. Verwaltungs-, Schul-, Wohnungs- und Industriebauten entstanden in Skelettbauweise. Die Vorteile der LINIT Paneele bei vorgehängter Fassade oder bei Trennwänden, Tür- und Torfüllungen setzten sich europaweit durch. Für Planerinnen und Planer war LINIT stets ein stimmiges System für rationelles Bauen, für Architektinnen und Architekten ein faszinierender Fundus für beeindruckende Fassaden in Form und Farbe. Die Kolleginnen und Kollegen in der Produktion und der Verwaltung fertigten jahrzehntelang wunderschöne Fassaden mit einem hochfunktionalen Kern. LINIT gab ganzen Gebäuden erst deren charakteristisches und individuelles Gesicht und schuf Wiedererkennungsmerkmale.

In den letzten Jahren haben sich Fassadenkonstruktionen allerdings verändert. Verbundpaneele werden vermehrt durch Ganzglasfassaden mit hochfunktionalen, wärmedämmenden Gläsern ersetzt. Aufgrund des rückläufigen Absatzes bei objektbezogenen Paneelen wurde nun die Fertigung individueller Paneele im Mai eingestellt. Seit Mai wurden keine neuen Aufträge mehr angenommen und die bestehenden noch vollends abgewickelt. Die Marke LINIT wird in Riedlingen und Königshofen neu ausgerichtet und konzentriert sich auf die Produktion von Verbundplatten in Standardformaten und Plattenzuschnitte. Für die Marke LINIT war der Schritt wichtig und nötig, um weiterhin am Markt wettbewerbsfähig zu sein.